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Rund um Hintersee

Rund um Hintersee befinden sich mehrere großartige Skitourengebiete. Im Bild sieht man einen Teil der Osterhorngruppe mit dem kegelförmigen Gennerhorn.

Der Ort Hintersee selbst befindet sich im Flachgau / Salzkammergut und beherbergt etwa 450 Einwohner. Der Ort liegt am Lämmerbach. Fährt man durch Hintersee durch, entlang dem Lämmerbach, erreicht man nach kurzer Fahrt den Parkplatz Lämmerbach, der Ausgangsort für einige Touren ist. Bei schönem Wetter und am Wochenende kann der Parkplatz auch recht voll sein.

In Hintersee gibt es einige Übernachtungsmöglichkeiten und Hotels.

Anfahrt und Parkplätze

Von Salzburg über Hof und Faistenau nach Hintersee, rund 40 Kilometer. Mautstraßen gibt es keine, die Ausgangspunkte erreicht man auf öffentlicher Straße. Nach Schneefällen ist die Strecke ab Faistenau winterlich — der Winterdienst der Gemeinde ist zuverlässig, Ketten schaden im Auto trotzdem nicht.

Drei Ausgangspunkte, und die Wahl entscheidet über die Tour:

  • Talende Lämmerbach, 860 m — dort, wo die Straße endet und der Forstweg zur Genneralm beginnt. Ausgangspunkt für Regenspitz, Gennerhorn, Hohen Zinken und Hochwieskopf, also für vier der sechs Touren. Bei schönem Wetter und am Wochenende wird es hier eng; wer spät kommt, steht schlecht.
  • Forsthaus Lämmerbach bei Unterzagl, 760 m — eigener Tourenparkplatz, etwas weiter talauswärts. Ausgangspunkt für das Königsberger Horn.
  • Tiefbrunnau, 805 m — Parkplatz mit Tafel, für den Faistenauer Schafberg.

Was für ein Gelände dich erwartet

Hier stehst du in der Osterhorngruppe, und die ist ein anderes Kaliber als die Postalm. Die Touren starten zwischen 760 und 860 Metern und führen auf Gipfel um 1600 bis 1800 Meter — das bedeutet 750 bis 1000 Höhenmeter und einen halben Tag Gehzeit, bei allen sechs Touren.

Drei sind als mittel eingestuft, das Gennerhorn als schwer. Am ehesten für einen ruhigen Tag geeignet sind die beiden einfachen: der Regenspitz mit flachem, dreieckigem Gipfel und im Normalfall geringer Lawinengefahr — entsprechend beliebt — und der Faistenauer Schafberg von Tiefbrunnau aus.

Nach Norden und Nordosten fallen die Osterhornberge steil ab, teils in Wänden. Die beschriebenen Routen nutzen durchwegs die sanfteren Süd- und Südwestseiten. Wer davon abweicht, ist schnell in ernstem Gelände.

Das ehemalige Skigebiet Gaißau-Hintersee

Das Skigebiet nebenan gibt es nicht mehr: Die Lifte stehen seit März 2022 still. Seither hat es mehrere Anläufe zur Wiederbelebung gegeben, zuletzt im November 2025 den Plan einer regionalen Gesellschaft, drei Lifte zu sanieren — mit Schwerpunkt auf Mountainbike-Betrieb im Sommer. Umgesetzt ist davon nichts (Stand September 2026).

Für Tourengeher ist das eher ein Gewinn: Das Gelände am Anzenberg und am Wieserhörndl lässt sich seither mit Fellen begehen. Eine ausgearbeitete Überschreitung von der ehemaligen Talstation Gaißau nach Hintersee findest du unter den wichtigen Links.

Beste Zeit

Januar bis April. Gaißau-Hintersee galt immer als Schneeloch — die Lage hält den Schnee länger als anderswo in der Region. Weil die Ausgangspunkte tief liegen, lohnt in schneearmen Wintern vorher ein Blick auf die Webcam der Gemeinde.

TourHöhenprofil 500–1900 mAufstieg