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Rund um Hintersee

Gennerhorn 1735 m

Abfahrtsvarianten vom Gennerhorn
Abfahrtsvarianten vom Gennerhorn
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Die heutige Gefahrenstufe kommt direkt vom Lawinenwarndienst Salzburg.

Grundlage aus der Beschreibung: „Sehr lawinengefährlich … nur bei ganz sicheren Verhältnissen bzw. Firn zu empfehlen."

Die Ampel ersetzt keine eigene Beurteilung vor Ort. Maßgeblich bleiben der Lawinenlagebericht Salzburg, Wind, Exposition und die Verhältnisse am Hang.

Das Gennerhorn ist ein markanter, kegelförmiger Berg, der im Süden das Lämmerbachtal begrenzt. Er ist ein schwieriger, jedoch sehr lohnender Skigipfel. Das Gennerhorn gehört zur Osterhorngruppe. Der Aufstieg bis zur Genneralm ist identisch mit dem Aufstieg zum Hohen Zinken — motivierte und sportlich fitte Tourengeher können auch beide Berge an einem Tag machen.

Touren auf das Gennerhorn sollten nur zu lawinensicheren Zeiten unternommen werden, auf keinen Fall also nach großen Neuschneemengen oder Wetterumschwüngen.

Beim Parkplatz in Lämmerbach hängt am Brückengeländer eine Tafel der Bergrettung mit nützlichen Informationen — zum Beispiel, ob die Diensthütte auf der Genneralm besetzt ist.

Achtung schon im Zustieg: Bereits beim Aufstieg zur Genneralm (1295 m) querst du am Fuß des Gennerhorns kurz vor der Alm einen Lawinenhang. Er liegt rechts von der Aufstiegsstraße, gleich nach dem Verlassen des Waldes. Sobald du auf die freie Fläche kommst, ist es besser, die Straße zu verlassen und eine Spur am unteren Waldrand zu legen — so bleibt die Querung des Lawinenhangs möglichst kurz.

Aufstieg

Vom Parkplatz in Lämmerbach links zur Genneralmstraße. Ca. 1 Stunde bis zur Genneralm mit mehreren Hütten (im Winter nicht bewirtschaftet). Abkürzungen von der Almstraße sind meistens schon gespurt, empfehlenswert sind sie aber nicht immer. Auf der Alm geht man zuerst rechtshaltend um einen Hügel herum, dann steigt man die steile Ostflanke in zahlreichen Kehren bis kurz unter das querlaufende Felsband auf, dann quer nach links durch einen deutlichen Durchschlupf auf den Südostrücken hinaus. Am Südostrücken gelangt man in leichtem Aufstieg zum Gipfel.

Bei hartem oder verharschtem Schnee sollte man unbedingt Harscheisen benutzen. Bei Ausrutschen besteht Absturzgefahr.

Abfahrt a — der Firnklassiker

Man fährt vom Gipfel über den Südostrücken bis zu einer Rampe mit einem gut sichtbaren Durchschlupf, über den man links in die Ostflanke einfahren kann. Über diese Flanke geht es in schöner Fahrt zur Genneralm hinab und man fährt dann entlang der Almstraße nach Lämmerbach ab. Die Ostflanke weist eine Steilheit über 34 Grad auf, sehr gutes skifahrerisches Können ist daher notwendig.

Die Osthang-Abfahrt ist im fortgeschrittenen Winter der Firnklassiker der Osterhorngruppe. Firnbedingungen sind die günstigsten Verhältnisse, die es hier gibt — man darf aber nicht zu spät dran sein. Wandelt sich der Firn in schweren Nassschnee, steigt die Lawinengefahr beträchtlich.

Abfahrt b — Nordwestflanke

Vom Gipfel zuerst über den Westrücken hinab, wobei ein kurzer Abstieg vom Gipfel nötig sein kann. An günstiger Stelle, einer Lücke im Felsband, fährt man in die sehr steile Nordwestflanke ein und hält sich an der rechten Seite des Grabens zwischen Gennerhorn und Gruberhorn.

Das ist eine extreme Steilabfahrt und nur bei günstigsten Verhältnissen, also bei Firn, vertretbar. Weiter geht es über die Gruberalm zu einem dort beginnenden Almweg, der in eine Forststraße übergeht — auf ihr fährt man nach Lämmerbach ab.

Abfahrt c — Schneidhofgraben

Eine sehr eindrucksvolle Genussabfahrt bei Firnbedingungen. Vom Gipfel zuerst ein Stück über den Westrücken, dann nach links in den Schneidhofgraben hinunter. Das ist ein schluchtartiger Graben mit sehr steilen Hängen; am Ende erreicht man den Ackersbach auf rund 1000 Metern.

Von dort geht es gegen Norden wieder aufwärts durch Wald, etwa 45 Minuten, danach über freie Almwiesen zur Genneralm und über die Almstraße nach Lämmerbach.

Lawinengefahr Sehr lawinengefährlich, speziell bei Neuschneemengen ab 30 cm, bei Nord-/Nordostwind, Einwehungen bei Osthängen, im Frühjahr bei starker Durchfeuchtung der Schneedecke (Grundlawinen). Nur bei ganz sicheren Verhältnissen bzw. Firn zu empfehlen.
Der Gipfelaufbau des Gennerhorns über den Almwiesen; die Himmelsrichtungen sind eingezeichnet.
Der Gipfelaufbau des Gennerhorns über den Almwiesen; die Himmelsrichtungen sind eingezeichnet.
Die Hütten der Genneralm bei bedecktem Wetter, dahinter die steil aufragende Flanke des Gennerhorns.
Die Hütten der Genneralm bei bedecktem Wetter, dahinter die steil aufragende Flanke des Gennerhorns.

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