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Postalmgebiet

Die Postalm befindet sich im Salzburger Salzkammergut und ist eines der größten zusammenhängenden Almengebiete Österreichs. Erreicht wird die Postalm über eine Mautstraße (Postalmstraße). Vom Wolfgangsee aus biegt man auf der Wolfgangsee-Bundesstraße bei Strobl Richtung Postalm ab. Im Winter ist nach größeren Neuschneefällen mit Schneekettenpflicht zu rechnen.

Das Postalmgebiet war früher großteils bewaldet. Ein Großteil der Bäume wurde zur Zeit des intensiven Salzabbaues im Salzkammergut abgeholzt, sodass das heutige weitläufige Almgebiet entstand. Der Name Postalm stammt aus der Kaiserzeit, als das nahe gelegene Bad Ischl noch Sommerresidenz der Kaiserfamilie war. Damals befand sich dort eine große Postkutschenstation mit vielen Pferden, und weitere Postpferde wurden häufig auch zur Erholung dort untergebracht.

Heutzutage ist die Postalm ein auf Familien spezialisiertes Skigebiet, im Sommer ein Wandergebiet mit vielen bewirtschafteten Almhütten. Die leicht zu erreichenden Bergerhebungen der Postalm sind für Tourengeher bestens geeignet.

Anfahrt und Maut

Auf die Postalm führen zwei Mautstraßen: von Strobl am Wolfgangsee herauf, 12 Kilometer, und von Abtenau im Lammertal, 14 Kilometer. Beide sind gut ausgebaut und ganzjährig mautpflichtig. Nach größeren Schneefällen ist mit Kettenpflicht zu rechnen.

Für Tourengeher gilt (Stand September 2026, Saison 2026/27):

  • Über Strobl ist die Straße in jedem Winterpark-Ticket schon enthalten. Das Skitouren-Tagesticket kostet 10 € für Erwachsene, 5 € für Jugendliche und Kinder. Es enthält außerdem eine Liftfahrt pro Tag mit angeschnalltem Tourenski.
  • Über Abtenau zahlst du an der Mautstelle 17 € pro Auto. Gegen Vorlage des Belegs bekommst du an der Postalm-Kasse bis zu 5 € pro Person zurück, höchstens 10 € pro Fahrzeug.
  • Parkgebühren sind in den Ticketpreisen enthalten.

Preise ändern sich — vor der Fahrt am besten auf der Seite des Winterparks nachsehen. Dort steht ganz oben auch der tagesaktuelle Zustand beider Straßen samt Kettenpflicht, und es gibt Webcams.

Wer nicht selbst fahren will: Ab Mitte Dezember verkehrt ein Skibus ab Strobl und ab Abtenau bis zum Parkplatz im Winterpark, nach Voranmeldung am Vortag.

Welcher Parkplatz für welche Tour

Auf der Postalm gibt es mehrere Parkplätze, und die Wahl entscheidet, welche Tour vor dir liegt:

  • Parkplatz 1 beim Lienbachhof, 1180 m — Ausgangspunkt für Labenberg, Pitscherberg, Egelseehörndl und Braunedelkogel.
  • Parkplatz 4 bei der Thoralm, 1330 m — Ausgangspunkt für Thorhöhe und Wieslerhorn. Er liegt 150 Höhenmeter höher, kurz vor der Abzweigung zum Postalmparkplatz 1 geht es rechts ab.

Was für ein Gelände dich erwartet

Die Postalm ist weitläufiges Almgelände zwischen etwa 1100 und 1800 Metern: breite, offene Hänge, wenig Wald, kurze Zustiege. Das macht sie zum idealen Gebiet für Einsteiger und für Tage, an denen es schnell gehen soll.

Vier der sechs Touren sind leicht und in zwei bis drei Stunden gemacht — die Thorhöhe mit 200 Höhenmetern und das Wieslerhorn mit 270 sind eher Spaziergänge auf Fellen, der Labenberg mit 460 und der Pitscherberg mit 540 etwas mehr. Für längere Tage bleiben der Braunedelkogel mit 720 Höhenmetern und das Egelseehörndl mit 1000, beide als schwer eingestuft.

Bei den vier leichten Touren ist die Lawinengefahr auf der beschriebenen Route meist gering — das Gelände ist dort offen und wenig steil. Sobald man die Aufstiegsspur verlässt, gilt das nicht mehr: Der Osthang des Wieslerhorns etwa ist steil und lawinengefährlich, und auch von der Thorhöhe führen Varianten in Gelände, das nur bei allgemein geringer Lawinengefahr vertretbar ist.

Braunedelkogel und Egelseehörndl sind eine andere Sache. Beide sind als schwer eingestuft, und beim Braunedelkogel ist die Lawinengefahr ausdrücklich als groß beschrieben — bei Gefahrenstufe über 2 gehört die Tour unterlassen. Beim Egelseehörndl hängt sie stark von Variante und Verhältnissen ab. Wer diese beiden geht, braucht Erfahrung in der Beurteilung und sollte die jeweilige Tourenbeschreibung vorher genau lesen.

Beste Zeit

Von Dezember bis April. Im Frühjahr gibt es auf den sonnseitigen Hängen häufig Firn — dann lohnt ein früher Start, damit man die Abfahrt im richtigen Zeitfenster erwischt. Die Lifte laufen üblicherweise ab Mitte Dezember, das liftfreie Angebot beginnt früher.

TourHöhenprofil 500–1900 mAufstieg