Die heutige Gefahrenstufe kommt direkt vom Lawinenwarndienst Salzburg.
Grundlage aus der Beschreibung: „Bei Gefahrenstufe größer 2 sollte man den Braunedelkogel besser meiden."
Die Ampel ersetzt keine eigene Beurteilung vor Ort. Maßgeblich bleiben der Lawinenlagebericht Salzburg, Wind, Exposition und die Verhältnisse am Hang.
Der Braunedelkogel (Osterhorngruppe) befindet sich von Fahrtrichtung Strobl aus gesehen links der Postalm. Er ist der dominierende und höchste Berg der Postalm und verfügt über prächtige und teils schwierige Abfahrten, die das Herz von Schitourenfahrern höher schlagen lassen.
Die beste Zeit für Schitouren an der Westflanke des Braunedelkogels ist von Jänner bis April. Vormittags liegt die Westflanke im Schatten. Desto später das Frühjahr, desto früher kommt natürlich die Sonne. An dieser Stelle ist nur die Abfahrt an der Westflanke beschrieben, es gibt aber zahlreiche weitere Varianten bis hin zu sehr steilen und noch lawinengefährlicheren Varianten, z.B. über die Nordwestflanke.
Aufstieg auf den Braunedelkogel
Rund 2 Stunden · steil, teilweise lawinengefährlich
Entlang der Piste geht es links vom Parkplatz 1 in Richtung Süden, entlang der Hochspannungsleitung mäßig steil gegen Südosten zum Gedenkkreuz am Moosbergsattel. Alternativ von der Bergstation des Schlepplifts weiter in Richtung Osten halblinks abfahren und kurzer Anstieg zum Moosbergsattel. Tourenfahrer werden in der Regel einmal gratis im Lift mitgenommen.
Danach Aufstieg über die Westflanke, direkt vom Moosbergsattel aufsteigend in eine markante Rinne. Diese wird gequert und nach ca. 100 m geht es links durch schütteren Wald in steilen Spitzkehren nach oben. Weiter oben über Latschenfelder, welche bei hoher Schneelage nicht sichtbar sind, bis zur Gratschneide nach oben. An der Gratschneide nach links, noch ein Stück nach oben und es ist nur noch ein kurzes Stück bis zum Gipfelkreuz.
Auf der Schneid angekommen geht es links, nach Norden, den Grat hinauf zum Gipfel. Vorsicht am Grat wegen Schneewächten.
Abfahrt über die Westflanke
Für Abfahrten vom Braunedel gibt es auf der Westseite (welche hier beschrieben sind) vielfältige Varianten, welche zuerst über freies Gelände unter dem Grat und weiter unten über verschieden breite Rinnen abwärts führen. Alle Varianten erfordern die sichere Beherrschung des Parallelschwungs im Tiefschnee, einige führen durch relativ schmale Rinnen. Die Rinnen sind sehr steil und teilweise sehr schmal. Man muss sehr aufpassen, nicht in eine zu schmale Rinne zu geraten. Man fährt vom Gipfel am Grat entlang ab, nach kurzer Fahrt in einem flachen Sattel dann rechts in den flacheren Latschenhang, an dessen Ende links in den Wald in eine Rinne. Am Ende der Rinne geht es rechts wieder zum Moosbergsattel (Gedenkkreuz). Nach den Rinnen geht es recht flach zurück über die Schipiste bis zum Parkplatz. Je nach Wetter- und Schneelage, den Spuren im Schnee, der Schneebeschaffenheit sowie dem persönlichen Fahrkönnen sollte man sich bereits vor dem Aufstieg die gewünschte Abfahrtsrinne aussuchen.
Variante Moosbergriedel
Am Südende des Braunedelgrates liegt der wenig markante Moosbergriedel. Dort sind die Abfahrten etwas flacher als direkt vom Braunedel, aber immer noch recht steil und schmal.
Aufstieg zum Moosbergriedel
Ab der Postalm rund 2 Stunden · 650 Höhenmeter Abfahrt · teilweise lawinengefährlich und steil
Zuerst wie beim Weg auf den Braunedelkogel bis zum Moosbergsattel aufsteigen. Dann über die Almwiesen ca. 80 Höhenmeter abfahren, bis man einen links abgehenden Bergweg erreicht, auf dem man in leichtem Anstieg zum südlichen Fuß des Moosbergriedels kommt.
Von dort sieht man auch erstmalig in ca. 1km Entfernung die Hütten der Thurnaualm. Hier zweigt man links in einem Bogen Richtung Norden ab und geht, steiler werdend, auf dem südlichen Rücken zum Gipfel des Moosbergriedels.
Auf dem Weg nach oben sieht man rechts, wieder in ca. 1 km Entfernung, die Hütten der Rinnbergalm und östlich vom Gipfel in ca. 3km Entfernung den 2027m hohen, das umgebende Gebiet überragende, Gamsfeldgipfel.
Dieser ist ebenfalls ein beliebter Skitourenberg, der nach Abfahrt zur Rinnbergalm von dort aufsteigend bestiegen werden kann.
Abfahrt vom Moosbergriedel
Vom Moosbergriedel geht es zuerst am Grat entlang Richtung Nordwesten in den flachen Sattel und dann nach Westen (links) drehend in die Rinne zwischen den Bäumen.
Am unteren Ende der Rinne rechtzeitig nach rechts wieder Richtung Moosbergsattel abbiegen, will man sich einen kurzen Aufstieg ersparen.
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